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Leukämie ist eine maligne Erkrankung des Blutes, die durch veränderte hämatopoetische Vorläuferzellen und eine diffuse Infiltration des Knochenmarks gekennzeichnet ist.1
Im Jahr 2020 machten Leukämien weltweit etwa 2,4% aller Krebsneuerkrankungen aus und waren die Ursache für über 300.000 Todesfälle.2 In der Schweiz erkranken ca. 1200 Menschen pro Jahr und die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt 54%.3
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) macht weltweit 25-30% aller Leukämieerkrankungen aus4 und betrifft hauptsächlich ältere Menschen: das Durchschnittsalter bei der Diagnose beträgt 72 Jahre in der Schweiz.5 Die Inzidenz der CLL ist bei Männern etwa 2-mal höher als bei Frauen.4 Während sich die Mortalitätsrate und das Überleben in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten signifikant verbessert haben5, ist die Anzahl der Menschen, die mit lymphatischer Leukämie leben, auf 4370 angestiegen.6
Zu den Risikofaktoren für Leukämie gehören Rauchen, die Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien, Chemotherapie in der Vergangenheit, Strahlenbelastung, seltene angeborene Krankheiten, bestimmte Blutkrankheiten, die Familiengeschichte, das Alter und das Geschlecht.1 Bei CLL ist die genetische Veranlagung der wichtigste Risikofaktor. Genetische Faktoren sind für ca. 35 % der CLL-Erkrankungen verantwortlich.7
BCL2: B-Zell-Leukämie/Lymphom 2; BTK: Bruton-Tyrosinkinase; CLL: chronische lymphatische Leukämie; del(17p): Deletionen des kurzen Arms von Chromosom 17; Hb: Hämoglobin; IGVH: Immunoglobulin Heavy Chain Locus.
Referenzen:
CH-9820-Revision date 05/2024